Bekennen Sie Farbe!

Bekennen Sie Farbe!

Ein Gastbeitrag von Hildegard Knoch-Will
Biegen sich auch in Ihrem Kleiderschrank die Regalböden unter Bergen diverser Kleidungsstücke, und trotzdem finden Sie bei reicher Auswahl nichts Passendes zum Anziehen? Stellen auch Sie sich jeden Morgen die entscheidenden Frage: was kann man wie zusammenstellen?

Die Möglichkeiten, bei Ihrer Garderobe Farben miteinander zu kombinieren, sind ja zum Glück zahlreich. Doch mal ehrlich: Das macht es nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. Die Modemacher bringen in jeder Saison neue Farbtrends und Farbkombinationen ins Spiel. Aber Lila-Pink oder Braun-Türkis stehen nicht jedem gut zu Gesicht. Und sie erzielen auch nicht immer die gewünschte Wirkung. Gut, wenn man weiß, wie Farben wirken und wie man seine ganz persönlichen Spitzenkandidaten findet.

Wie Farben wirken, das wollte die TV-Sendung „Galileo“ einmal genau wissen. Die Redaktion überprüfte die aus vielen Studien bekannten Farbwirkungen. Dafür steckten die Reporter eine Frau in ein graues Kostüm und kombinierten es nacheinander mit einer gelben, dunkelblauen und roten Bluse. Anschließend ließen sie die Frau vor laufender Kamera an einem belebten Ort herumlaufen. Dann baten sie Passanten, ein Urteil über ihre Erscheinung abzugeben. Dafür bekamen diese eine Liste mit Eigenschaften, die sie der Versuchsperson zuordnen sollten. Heraus kam, was unsere wahlkampferprobten und mediengetrimmten Spitzenpolitiker schon lange wissen: In der gelben Bluse wurde dieser Frau Intelligenz bescheinigt, die dunkelblaue ließ sie vertrauenswürdig wirken und die Farbe Rot verlieh ihrem Auftritt eine energisch-kompetente Note.

Jeder Mensch hat einen individuellen Hautton und eine angeborene Haar- und Augenfarbe. Deshalb sehen bestimmte Farben bei manchen Menschen hervorragend aus, während sie bei anderen eine unvorteilhafte Wirkung haben.

Was Jahreszeiten mit unserem Farbtyp zu tun haben
Frühlingstypen sind blond und haben eine blasse Haut. Herbsttypen haben braune Augen, rötlich-braunes Haar und einen leicht getönten Teint – das liest man immer wieder in der Boulevardpresse. Doch so einfach ist die Einteilung nach den Jahreszeiten nicht. Und auch Ihre Vorliebe für Schneelandschaften macht Sie noch lange nicht zum Wintertyp. Da braucht es schon eine professionelle Farbanalyse, um Ihren individuellen Farbtyp zu bestimmen. Oft habe ich bei Farbberatungen erlebt, dass sich ein ganz anderer Farbtyp herausstellte, als der Kunde/in angenommen hatte. Vielleicht hat sie von einer Kosmetikverkäuferin einmal gehört, diese Lippenstiftfarbe passe doch ganz hervorragend zu ihrem Mantel in herbstlichem Orange. Und schon war die Vorstellung gefestigt, sie sei ein Herbsttyp. Obwohl sie eigentlich ein Wintertyp ist und weder Orange noch das gelbstichige Rot des Lippenstifts ihren Typ vorteilhaft ins Licht rücken.

Jeder Mensch hat einen individuellen Hauttyp und eine individuelle Haar- und Augenfarbe. Deshalb passen zu jedem Typ nur ganz bestimmte Farben, während andere unvorteilhaft erscheinen. Bei einer persönlichen Farbberatung erfahren Sie durch Anlegen spezieller Farbtücher, welche Farben Sie attraktiver und frischer erscheinen lassen und wie Sie durch geschickte Farbwahl dynamischer aussehen können.

Die von der Natur vorgegebenen Farben harmonieren immer. Das gilt auch für die Haut und Haarfarbe eines Menschen. Je nachdem, wie die individuelle Mischung in der Unterhaut aussieht, erscheint der Hautunterton warm – goldorange oder kühl – bläulich/pink.

Der Frühlingstyp
Im Frühling dominieren warme, leuchtende Töne: Das Gelb der Narzissen, das feurige Orange der Tulpen, Apricot, Lachs, Apfel- und Lindgrün, das leuchtende Grün der jungen Triebe. Die meisten Frühlingstypen haben hellblondes, rötliches bis goldfarbenes Haar. Der Teint erscheint zart gerötet, durchsichtig und warmtonig, häufig mit Sommersprossen. Die Haut der Frühlingstypen bräunt nur schlecht.

Mein Tipp für den Frühlingstyp: warme, helle und klare Töne!

Der Herbsttyp
Im Herbst bestimmen Oliv, Khaki, und Ocker das Bild. Die leuchtenden Farben wirken wie durch Nebel gedämpft. Charakteristisch für den Herbsttyp sind goldene bis dunkelbraune Haare, mit charakteristischem Rotstich, warmem Hautunterton und guter Hautbräunung.

Mein Tipp für den Herbsttyp: warme, erdige, gedeckte und satte Töne!

Der Sommertyp
Im Sommer prägen helle, kühle Pastelltöne das Bild der Natur. Über den Feldern sorgt eine flirrende Hitze für einen bläulichen Schimmer. Das Grün der Blätter wirkt kühler.
Die Sommerfarben haben oft graue oder blaue Beimischungen, etwa bei Kirsch, Weinrot und Violett. Und sie wirken pudrig.
Die Haut des Sommertyps ist hell bis gräulich, meist mit einem zarten Pinkschimmer. Die Sommersprossen sind eher graubraun. Die Haarfarbe liegt zwischen blond und dunkelbraun, meist mit aschigem Unterton. Manche Sommertypen werden schnell braun und haben einen leichten Olivschimmer in der Haut.

Mein Tipp für den Sommertyp: rauchig gedeckte Töne!

Der Wintertyp
Im Winter prägen die weißen Töne der Schneelandschaft das Bild, dazu der strahlend blaue Himmel und die kalten Blautöne des Meeres. Winterfarben sind kontrastreich und kühl: hartes Weiß, eisiges Blau, dunkles Blaugrün.
Der Hautunterton des Wintertyps erscheint bläulich. Der Teint wirkt durchsichtig und kühl. Wintertypen fallen durch Kontraste auf: Es gibt den südländischen schnell bräunenden Typ. Und den Schneewittchentyp mit zarter, blasser Haut. Die Haare sind immer dunkelbraun bis schwarz, sie ergrauen weiß.

Mein Tipp für den Wintertyp: klare, leuchtende eisige Töne!

In der detaillierten Farbberatung wird mit speziell entwickelten Tücherbünden der Grundton Ihrer Haut bestimmt. Erleben Sie, welche Farben Sie attraktiver und frischer erscheinen lassen. Setzen Sie die Psychologie der Farben geschickt ein und erfahren Sie, wie Sie diese gekonnt kombinieren können. So wirken Sie dynamischer und unterstützen damit Ihre persönlichen Anliegen